Die Welt der Programmierung faszinierte mich schon immer. - Noch mehr sogar, wenn es an die physische Anwendung geht. Und so kaufte ich mir vor etwa einem Jahr, aus einer Laune heraus, ein Starterpaket, mit einem Mikroprozessor (Arduino Uno R3), einigen Sensoren, LED's, Widerständen, Steckbrett und anderem Krimskrams.

Mit diesem Starter-Kit konnte ich zwar beginnen, aber bei blinkenden LED's war eigentlich auch schon Schluss. Mehr gab das Kit einfach nicht her - also ließ ich es wieder links liegen. - Bis ich vor kurzem meinen Job wechselte und endlich als Mediengestalter zu arbeiten begann.

Unsere Firma ist in erster Linie eine unkonventionelle Großformat-Druckerei. Das bedeutet wir bedrucken alles - von Papier, über Stoff und Holz, bis hin zu Glas. Und das in jedem Format. Außerdem experimentieren wir mit der (Zwischen-)Laminierung von organischen und anorganischen Stoffen und chemischen Verbindungen von Materialien aller Art (Ätzung, Vergoldung, 3D-Effekt, etc). Hört sich erst einmal wild an - ist es auch! Die Produktpalette ist groß und ständig kommen neue aufregende Produkte hinzu. Hier erhielt ich einen Einblick in eine neue, mir noch unbekannte Welt und die Möglichkeit an interessanten Projekten zu arbeiten.

Vor einigen Wochen hat meine Firma auch eine neue Fräße bekommen und ich bin derzeit der einzige, der dieses Aggregat sicher bedienen kann. Anfangs war ich nicht wirklich begeistert, doch nun erkenne ich das Potenzial dieser Maschine und das regt meine Kreativität an.

Die Neugier und der Drang nach neuen Experimenten packte mich. Also grub ich meinen Mikroprozessor wieder aus, schmiss ihn an und begann alles, was darüber fand, zu lesen und wie ein Schwamm aufzusaugen! Verrückte Ideen schossen mir durch den Kopf:

  • Ein Duschkopf mit Bewegungs-Sensoren, Lichteffekten und programmierbaren Düsen.
  • Ein Etch-A-Sketch mit einem Joystick gesteuert.
  • Ein Airbrush-Roboter, der Bilder auf Autos selbstständig lackieren/malen kann.
  • Umrüstungskit für ein Motorrad (von Manuell- auf Automatik-Schaltung). Vielleicht sogar mit einem GPS Sensor für Ortung bei Diebstahl.
  • Eine eigene CNC-Fräse oder Laser-Cutter bzw. Plotter.
  • Grafische Oberflächen für Arduino Projekte mit Codea erstellen.

Die Möglichkeiten scheinen unendlich! Doch noch bin ich nicht so weit. Ich lerne noch! Die ersten kleinen Versuche sind gut gelaufen und da ich bereits in anderen Sprachen (wie Lua) programmieren kann, erleichtert mir das den Einstieg ein wenig. Warum habe ich in der Schule nicht in Physik aufgepasst? Nun muss ich mir alles selbst beibringen! :D

Bisher macht es einfach nur unglaublich viel Spaß Schaltkreise zu bauen, sie zu programmieren und das Resultat direkt zu bewundern. Aber ich möchte mehr Praxisnähe und habe mir daher weitere Bauteile (wie Motoren und Sensoren) bestellt. Mit der Fräse auf der Arbeit bin ich sogar in der Lage eigene Hardware-Teile herzustellen und das macht umso mehr Laune weiter dranzubleiben. Ich hoffe, dass ich euch bald mein erstes großes Projekt vorstellen kann.